Posted by on Dezember 31, 2019

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In den letzten 12 Jahren wurde ich bei Ausstellungen immer wieder gefragt, was denn zuerst da wäre? Das Bild oder der Text?

Tatsächlich lässt sich das nicht generell beantworten. Viele Bilder schlummern lange in der Schublade und viele Texte warten Jahre im Textbuch bis sie eines Tages aufeinander treffen und zu einem Paar werden. Äußerst selten sind hingegen die Momente, in denen ein Text nach einem Bild verlangt und ich dieses Bild extra dafür kreiere. Was hingegen häufiger passiert ist das mir ein Bild einen Text “zuflüstert” wenn man ihm lange genug still zuhört.

In diesen Fällen ergibt sich ein schöner Prozess, der mich im ersten Schritt beim Fotografieren ganz im Augenblick und der Wahrnehmung dessen ankommen lässt, was gerade ist. Heute gern mit dem Begriff “Achtsamkeit” umschrieben. Und der mir im zweiten Schritt die Beschäftigung mit unterschiedlichsten Aspekten des Lebens schenkt. Dieses “den eigenen Bildern zuhören” wurde dann auch vor einigen Jahren ein Konzept, das ich anderen Menschen in Kursen näher bringe.

Denn im Grunde genommen ist es doch viel spannender zu hören, was einem die eigenen Bilder sagen, als das, was einem Fremde versuchen zu vermitteln. Die einzige Voraussetzung, die man dazu mitbringen sollte ist es, Stille ertragen zu können. Denn Bilder reden in der Regel leise.

Die “Werkstatt” soll Dir einen kleinen Einblick ermöglichen wie meine Bilder und Texte enstehen.

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